Das Klima der Schweiz wird stark durch den Atlantik bestimmt. Mit den vorherrschenden Strömungen aus westlichen Richtungen gelangt vorwiegend feucht-milde Meeresluft in die Schweiz. Eine ganz spezifische Eigenheit des Schweizer Klimas ist der Föhn. Dieser alpenquerende Wind erzeugt auf der jeweiligen Leeseite ausgeprägte milde und trockene Bedingungen. Vor allem der von Süden nach Norden wehende Südföhn ist im Norden oft mit hohen Windgeschwindigkeiten verbunden.

Zu den wichtigsten und gefährlichsten Naturgefahren in der Schweiz zählen Windstürme. 1999 verursachte der Orkan Lothar Schäden im Umfang von fast 1.8 Milliarden Franken. Dabei erreichten die Windböen im Flachland der Alpennord- seite verbreitet 110 bis 150 km/h. Allerdings können bereits bei geringeren Windintensitäten erhebliche Zerstörungen verursacht werden. In der Schweiz wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere schadenbringende Stürme beobachtet.

Hauptursache für Wind sind Unterschiede im Luftdruck zwischen Luftmassen. Luftteilchen bewegen sich aus einem Gebiet mit höherem Luftdruck solange in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck, bis der Luftdruck ausgeglichen ist.

Die Geschwindigkeit des Windes wird in Meter pro Sekunde, in Kilometer pro Stunde oder, bei der See- und Luftfahrt in Knoten gemessen. Die Stärke eines Windes wird innerhalb der Beaufortskala beschrieben. Sie ist eine Skala zur Klassifi- kation von Wind nach dessen Geschwindigkeit. Windstärke 0 in Beaufort bezeichnet Windstille und steigert sich bis Windstärke 12, die den Orkan definiert.

 

Übersicht über die Windgeschwindigkeiten

Bildquelle: http://download.rutronic.ch/Prospekt_Wind_und_Wetter.pdf

 

Die Übersicht zeigt zu den jeweiligen Windgeschwindigkeiten die dazugehörige Windwiderstandsklasse, die für den Sonnen- und Wetterschutz entscheidend ist. Auffällig dabei ist, dass Windgeschwindigkeiten bis 30 km/Stunde noch nicht relevant sind, wenn von Windwiderstandsklassen gesprochen wird. Erst Windgeschwindigkeiten ab 30 km/Stunde werden einer Windwiderstandsklasse zugeordnet.

Der Gesetzgeber fordert für den Sonnenschutz nach SIA 342 die Einhaltung von Windwiderstandsklassen. Je nach Einbauort, Geländekategorie und Einbauhöhe werden unterschiedliche Anforderungen an den aussen liegenden Sonnenschutz gestellt.

 

Windwiderstandsklassen nach SIA 342

Bildquelle: http://download.rutronic.ch/Prospekt_Wind_und_Wetter.pdf

 
Auffällig ist, dass gemäss der Norm die Windwiderstandsklasse 3 als Minimum und die Klassen 4, 5 und 6 am Häufigsten gefordert werden.


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